Durch meine beruflichen und meine ehrenamtlichen Tätigkeiten komme ich ganz schön rum. Und manchmal gibt es auf den diversen Terminen und Veranstaltungen auch Catering. So kam letzte Woche eine excellente Tomatensuppe in der Mittagspause auf den Tisch. Gestern im DeliKater wurde eine selbstgemachte dunkle Schokoladen-Butter-Creme-Torte präsentiert. Und vorgestern standen Würstchen, Schnitzel, Frikadellen auf dem Buffet. Da freut sich die fleischfressende Pflanze in mir. Ja, ich weiß, vegan ist gerade in, und schmeckt auch ziemlich lecker. Doch manchmal muss es einfach Fleisch sein. Und sind diese herzförmigen Schnitzelchen nicht einfach herzallerliebst?
Donnerstag, 16. März 2017
Freitag, 10. März 2017
Frauentagsprogramm der Fernsehsender
Es lebe die Mediathek! Jetzt wo der große Stress vorbei ist, habe ich wieder Muße die Welt um mich herum wahrzunehmen. Und die Ankündigungen der Filme, die bei Arte und 3Sat thematisch zum Frauentag angezeigt werden, klingen aufbauend. Ich kann mit kritischen Filmen leben, mit Analysen und Hintergründen, ich weiß, dass viele Problematiken ungelöst sind. Aber ich will Hoffnung sehen, will Zukunft spüren. Ich will Möglichkeiten und Optionen sehen, Vorbilder und Role Models. Der weiße Elefant soll mir Bilder zeigen, die mich stark machen, die mich motivieren, mich für eine bessere Zukunft und für eine bessere Gegenwart einzusetzen. Also, macht schnell, die Mediathek-Zeiten sind begrenzt.
Donnerstag, 9. März 2017
arte RE:
Arte hat ein neues Format entwickelt, dass Montag an den Start geht. arte RE:. Jeweils 30 Minuten zu einem Thema, jeden Wochentag um 19.45 Uhr. Gleichzeitig im Fernsehen, in der Mediathek und bei Facebook. Mit der Möglichkeit zu kommentieren, zu reagieren, zu diskutieren. So weit, so gut.
Über meine Netzwerke habe ich die Information bekommen, dass am nächsten Freitag (18.03.2017) das Thema französische Mütter auf dem Plan steht. Schon der Titel "Supermütter und Karrierefrau - Frankreichs Erfolgsmodell in der Krise" lässt mich tief durchatmen. Nicht wegen der gruseligen Grammatik. Viele Supermütter und nur eine Karrierefrau. Dabei ist das gar nicht der echte Titel. Der hat schon die richtige Grammatik. Die Frau, die mir die Info geschickt hat, hat den Titel so referiert. Sondern wegen den Implikationen, die dieser Titel suggeriert. Richtig aus der Haut fahren lassen hat mich der Trailer. Bzw. die 55 Sekunden des Trailers lassen mich gleich mehrmals aus der Haut fahren. Der paternalistische Vater, der, mit wem auch immer "wir" bedeutet, seine Frau ins Bett legt, wenn sie Migräne hat. Seine Frau, die im Hintergrund effizient Haushalt arbeitet, während er vorne quatscht und nebenbei das Besteck aus der Spülmaschine räumt. Migräne ist oft eine Reaktion auf eine Verhaltensweise, ein Hinweis auf einen bestimmten Umgang mit sich selbst. Da reichen vier Kinder, um Migräne zu bekommen. Das hat nicht genuin mit berufstätigem Mutter-Sein zu tun. Der Trailer vermittelt mir spontan die Aussage: lass die Finger vom gleichzeitig Arbeiten und Mutter-Sein.
Frankreich wird in der Ankündigung als europäisches Vorzeigeland für Vereinbarkeit von Beruf und Familie gepriesen. Ich lebe in Nordostdeutschland, von daher nehme ich das regional nähere Schweden als Vorzeigeland wahr. Mit einer nicht ganz so hohen Reproduktionsrate wie Frankreich, aber vielleicht mehr Gleichberechtigung als der Blick in den Trailer für Frankreich erwarten lässt. Der stimmigere Begriff ist meines Erachtens sowieso Vereinbarkeit von Erwerbs- und Privatleben, nicht Vereinbarkeit von Beruf und Famile. Weil es den Fokus erweitert auf Menschen mit Hobbys, Sabbaticals, Ehrenämtern, pflegebedürftigen Angehörigen. Die Ankündigung ist sowas von bezogen auf den Blick auf Mütter. Vermutlich kann ich froh sein, dass die Autorin nicht warnt vor Fremdbetreuung von Kindern unter drei Jahren.
Ich habe erstmal bei Facebook die Reihe abonniert, mal gucken, ob ich viel mitdiskutiere, oder ob ich es elegant an mir vorbei gehen lasse, weil es nicht meine Themen sind.
Über meine Netzwerke habe ich die Information bekommen, dass am nächsten Freitag (18.03.2017) das Thema französische Mütter auf dem Plan steht. Schon der Titel "Supermütter und Karrierefrau - Frankreichs Erfolgsmodell in der Krise" lässt mich tief durchatmen. Nicht wegen der gruseligen Grammatik. Viele Supermütter und nur eine Karrierefrau. Dabei ist das gar nicht der echte Titel. Der hat schon die richtige Grammatik. Die Frau, die mir die Info geschickt hat, hat den Titel so referiert. Sondern wegen den Implikationen, die dieser Titel suggeriert. Richtig aus der Haut fahren lassen hat mich der Trailer. Bzw. die 55 Sekunden des Trailers lassen mich gleich mehrmals aus der Haut fahren. Der paternalistische Vater, der, mit wem auch immer "wir" bedeutet, seine Frau ins Bett legt, wenn sie Migräne hat. Seine Frau, die im Hintergrund effizient Haushalt arbeitet, während er vorne quatscht und nebenbei das Besteck aus der Spülmaschine räumt. Migräne ist oft eine Reaktion auf eine Verhaltensweise, ein Hinweis auf einen bestimmten Umgang mit sich selbst. Da reichen vier Kinder, um Migräne zu bekommen. Das hat nicht genuin mit berufstätigem Mutter-Sein zu tun. Der Trailer vermittelt mir spontan die Aussage: lass die Finger vom gleichzeitig Arbeiten und Mutter-Sein.
Frankreich wird in der Ankündigung als europäisches Vorzeigeland für Vereinbarkeit von Beruf und Familie gepriesen. Ich lebe in Nordostdeutschland, von daher nehme ich das regional nähere Schweden als Vorzeigeland wahr. Mit einer nicht ganz so hohen Reproduktionsrate wie Frankreich, aber vielleicht mehr Gleichberechtigung als der Blick in den Trailer für Frankreich erwarten lässt. Der stimmigere Begriff ist meines Erachtens sowieso Vereinbarkeit von Erwerbs- und Privatleben, nicht Vereinbarkeit von Beruf und Famile. Weil es den Fokus erweitert auf Menschen mit Hobbys, Sabbaticals, Ehrenämtern, pflegebedürftigen Angehörigen. Die Ankündigung ist sowas von bezogen auf den Blick auf Mütter. Vermutlich kann ich froh sein, dass die Autorin nicht warnt vor Fremdbetreuung von Kindern unter drei Jahren.
Ich habe erstmal bei Facebook die Reihe abonniert, mal gucken, ob ich viel mitdiskutiere, oder ob ich es elegant an mir vorbei gehen lasse, weil es nicht meine Themen sind.
Sisterhood
Das ist ja fast wie früher. Die Kolleginnen kennen und erzählen Geschichten von legendären Frauentagsfeiern aus DDR-Zeiten. Damals ist wohl am 8. März in jedem Betrieb gefeiert worden. Bei uns war das ein bisschen eingeschlafen. Doch dieses Jahr hat sich die Hochschulleitung drauf eingelassen, und uns eine solche Feier ermöglicht. Kurze Begrüßung durch die Leitung, für jede Frau eine Rose, und dann gemütliches Beisammensein bei Schnittchen und Kaffee. Brot und Rosen in moderner Form. Ich war gemeinsam mit der Bibliothek das Kulturprogramm. Ich habe zu Frauen und Bildung in Stralsund erzählt, die Bibo hat Bücher zu Gender und Marketing, zu Frauen in Führungspositionen, Karriereratgeber für Frauen präsentiert. Und danach haben wir alle hochschulübergreifend zusammen gesessen und gequatscht, erzählt, gelacht. Waren zusammen als Frauen. Sisterhood. Ungeachtet all der Unterschiede, die wir in Persönlichkeit oder in Status und Aufgaben an der Hochschule haben.
Über meine Mails kam vorletzte Woche die Anfrage nach einer weltweiten gemeinsamen Meditation am Internationalen Frauentag von 19 bis 19.30 Uhr Ortszeit. Wir haben uns tatsächlich zu dritt bei mir getroffen, und meditiert. Sisterhood auf ganz andere Weise. Und was mich auch beeindruckt hat: die klare Aufforderung, die Männer in unserer Umgebung mit einzubeziehen.
Über meine Mails kam vorletzte Woche die Anfrage nach einer weltweiten gemeinsamen Meditation am Internationalen Frauentag von 19 bis 19.30 Uhr Ortszeit. Wir haben uns tatsächlich zu dritt bei mir getroffen, und meditiert. Sisterhood auf ganz andere Weise. Und was mich auch beeindruckt hat: die klare Aufforderung, die Männer in unserer Umgebung mit einzubeziehen.
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Dienstag, 7. März 2017
Frauenbilder heute
Was habe ich mir da eingebrockt? Einen funkelnagelneuen Abend-Vortrag zu einem Thema, das mich zwar brennend interessiert, wozu ich aber bisher nie referiert habe. Ein Thema, zu dem ich Unmengen Material gesammelt habe, das ich aber noch nie in Form gebracht habe. Frauenbilder heute. Das umfasst meine Fragen nach inneren Bildern, wie starke, mächtige, schöne, intelligente Frauen aussehen. Das heißt die Suche nach Vorbildern, Role Models, Abbildungen von solchen starken Frauen. Das ist die Auseinandersetzung mit Geschlechterstereotypen, mit Rollenzuschreibungen. Vermutlich ist mein Vortrag völlig überfrachtet, und ich biete das nächste Mal gleich eine Reihe von 5-6 aufeinander aufbauenden Vorträgen an. Dann kann ich das Thema Werbung, das Thema Frauenbilder in Serien, in Kinofilmen, im Fernsehen mal ausbreiten. Dann kann ich die Einheit über "Wie sehen Fotografien, Bilder, aus, die neue, andere Frauenbilder darstellen" mal episch ausbreiten, statt nur ein paar Stichpunkte zu geben. Die Welt für Frauen ist so bunt geworden, das macht richtig Spaß, das auszuleuchten.
Freitag, 3. März 2017
Absacker mit Kollegen
Die meisten Menschen realisieren nicht, dass eine Hochschule auch ein ganz normaler Betrieb ist. Klar, wir bilden Studierende aus, und genauso klar, wir forschen zu spannenden Themen. Nichts desto trotz haben wir Betriebsversammlungen, Weihnachtsfeiern, Kollegengeburtstage und eben auch geselliges Beisammensein bzw. Bowlen oder Grillen mit Kollegen. Da unser Jahresablauf von unseren "Kunden", sprich den Studierenden, bestimmt wird, haben wir Hochbetriebszeiten und eher ruhige Zeiten auf Arbeit. Montag fängt das neue Semester an, also wieder Hochbetrieb. Von daher waren wir heute Abend mit den Kollegen (und den wenigen Kolleginnen) Bowlen. Platz 13 von 18 war mein Endergebnis. Mein Ziel unter die ersten Zehn zu kommen habe ich also auch dieses Jahr gnadenlos verfehlt. Aber immerhin schaffe ich schon von drei Runden zwei über 100 Punkte. Das jahrelange Üben zweimal im Jahr trägt langsam Früchte. Und als krönender Abschluss mit den Nachteulenkollegen in die Bar in der Hafenresidenz. Die Männer trinken Spezialcocktail Rum. Und ich geniesse einen Cool water Cocktail, danach einen Brugmann's mit geeisten Himbeeren und zu guter Letzt als Absacker einen B52. Die Barkeeperin der Hafenresidenz, Ines, hat einige Preise gewonnen, bevor sie in Stralsund sesshaft wurde. Und ihre Eigenkreationen sind wie immer anregend und ihre Empfehlungenn treffen genau meinen Geschmack.
Mittwoch, 1. März 2017
Festtagsprogramm
Am 8. März ist Internationaler Frauentag. Und wie Weihnachten kommt der Tag für viele ganz plötzlich. Da ich das weiß, halte ich mir die ganze Woche drum herum immer ziemlich frei. Denn die Termine purzeln auf die letzte Sekunde en masse herein. Klar, die Landesveranstaltung ist wie immer am 6. März, das lässt sich planen. Diesmal sogar in Stralsund im Ozeaneum, so dass ich keine Fahrtzeit habe. Außerdem muss ich da nur repräsentieren, sprich dabei sein. Doch bei den anderen Terminen bin ich Haupt-Act, um es mal musikalisch auszudrücken. Die Volkshochschule war vorbildlich. Bereits im Dezember haben sie angefragt, ob ich einen Abendvortrag zum Thema "Frauenbilder heute" machen will. Na klar. Mein Thema. Wie sieht eine mächtige Frau aus, woran erkenne ich sie? Wie bilden sich Stereotype, wie verändern sie sich? Endlich mal mein Sammelsurium an Ideen dazu bündeln, einzelne Punkte rauspicken. Ein Haufen Arbeit, der Spaß macht. Von der Volkssolidarität kam die Anfrage letzte Woche, zum Thema "Frauen der Reformation". So knapp geht das gar nicht. Ich recycle meinen Vortrag "Stralsund - Stadt der Frauen" und mache einen kleinen Exkurs zur Reformation. Für meine Hochschule recycle ich den Vortrag auch, allerdings mit dem Schwerpunkt auf Wirtschaftsfrauen. Dörti Genzkow, die Getreidehändlerin aus der Hansezeit nochmal zum Leben erwecken. Und von den Frauen aus dem vaterländischen Frauenverein erzählen, die sich zwischen 1870 und 1900 mit karitativem Stricken ein Haus in der Altstadt erwirtschaftet haben. Und dann ist da noch die Podiumsdiskussion der Mecklenburger AnStiftung im Krupp-Kolleg in Greifswald. Frauen im Ehrenamt ist angefragt. Sie wollen ihre neue 130seitige Studie vorstellen zu "Die Entdeckung des Wir-Gefühls". Da diskutiere ich im Podium mit den Machern der Studie. Seit wir vom Landesfrauenrat MV gemeinsam mit dem Frauenbildungsnetz unsere Broschüre rausgegeben haben, bin ich da als Gesprächspartnerin gefragt. Der Termin ist zum Glück erst übernächste Woche. Vor nächstem Wochenende schaffe ich das nicht, die Studie zu lesen. Denn meine normale Arbeit mit Marketing für den Frauenstudiengang Wirtschaftsingenieurwesen und als Gleichstellungsbeauftragte der Hochschule will auch gemacht werden.
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