Nun stamme ich aus dem Rheinland, einer Region, wo es bekanntermassen keinen richtigen Winter gibt, sondern nur Schneematsch. Schlittschuhlaufen findet dort nur in der Eishalle statt, nicht auf irgendeiner überfrorenen Wiese, oder den zugefrorenen Stadtteichen, wie hier oben in Stralsund. Insofern habe ich erst als Jugendliche in der mehr als 35 km entfernten Eishalle Schlittschuh laufen gelernt. Und lieben gelernt. Vom Stil her bin ich nie über das Niveau im Kreis herum zu laufen hinaus gekommen. Doch das mache ich gerne und ausführlich. Da hier oben regelmässig alles zufriert, gibt es jedes Jahr die Möglichkeit, die Schlittschuhe aus dem Keller zu holen und zu laufen. Seit einigen Jahren ist eine kleine Eisbahn auf dem Alten Markt Teil des Weihnachtsmarktes. Im Gegensatz zum Rummel und den Kunsthandwerkerständen ist die Eisbahn, genau wie die Glühweinstände und das Riesenrad, bis zum 7.1. geöffnet. Und - Glück über Glück - ich habe beim Preisausschreiben eine Dauerkarte für die Eisbahn gewonnen. Also ziehe ich fast täglich meine Bahnen, mal eine halbe Stunde, mal eine ganze Stunde, manchmal auch zweimal am Tag. Glück auf Kufen.
Samstag, 6. Januar 2018
Montag, 1. Januar 2018
Nach-Feiertags-Blues
Am Donnerstag, den 21.12.17 hat die Feierei begonnen, und heute - elf Tage später - ist sie vorbei. Gestern Silvester war nochmal ein schöner Schlußpunkt. Jeden Tag ein anderer Event, alle zwei bis drei Tage neue Gäste. Jede Menge Gespräche, spät ins Bett, normal aufstehen. Ausflüge ans Wasser, Rügen Kreideküste und Bodden. Friedrichshof mit Rehrücken und Gänsebraten; Bugewitz mit Party. Betten beziehen, Betten abziehen, Betten neu beziehen. Alles wunder-, wunderschön. Aber auch ziemlich intensiv, und so hänge ich heute Abend in den Seilen, bin müde und habe den Blues. Morgen geht der Alltag wieder los. Nach all den Farben fühlt sich das einfach grau an.
Montag, 18. Dezember 2017
Narben des Lebens
Als ich die hölzernen Engelfiguren von einer Studienfreundin geschenkt bekam, da waren sie wie neu. Nie benutzt. Sie begleiten mich jetzt seit mehr als 20 Jahren. Was man ihnen ansieht. Brandlöcher, geklebte Arme und Beine, verlorene Musikinstrumente, angesengte Flügel. Jede Adventszeit hole ich sie aus der Schachtel, in der sie seit über 40 Jahren aufbewahrt werden. Zünde die roten Kerzen an. Erfreue mich. Und schwöre mir, besser aufzupassen. Und dann passiert doch etwas Unvorhergesehenes. Sie tragen die Narben eines lebendigen Lebens.
Donnerstag, 14. Dezember 2017
Globale Geographie?
Ich bin immer wieder in der Pampa unterwegs.
(Netz-)Wüste im Hochwald. Argentinien, Algerien, Alpen? Nein – Wanderung im Schwarzwald. Was für mein Handy aber nur eines bedeutet: kein Empfang.
Reise im IC durch Nordrhein-Westfalen, durch Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern. Auch hier das Pampa-Gefühl in der Netz-Wüste. Westen, Norden, Osten.
(Netz-)Wüste im Hochwald. Argentinien, Algerien, Alpen? Nein – Wanderung im Schwarzwald. Was für mein Handy aber nur eines bedeutet: kein Empfang.
Reise im IC durch Nordrhein-Westfalen, durch Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern. Auch hier das Pampa-Gefühl in der Netz-Wüste. Westen, Norden, Osten.
Mittwoch, 13. Dezember 2017
Kurvendefinition
Knapp 12 kg habe ich jetzt abgenommen. Ich sehe das nicht im Spiegel, aber die Hosen rutschen und ich werde angesprochen, dass ich dünner aussehe. Jetzt muss ich die nächste Entscheidung treffen. So bleiben oder weiter abnehmen. Im Monatstip meiner Freundin (und Coach und Trainerin) Eva Thomas war im November ein Tip "Geht's noch", was wir unseren Körpern antun. Und dann ist die Sache klar. Weiter abnehmen. Für meine Knie und Gelenke ist es besser. Ich muss nur mit mir selbst eine Kurvendis(s)kussion führen. Ich mag meine Kurven, so wie sie sind. Mich selber nicht dissen und auf Kurvendefinition vertrauen. Und erst einmal für drei Monate das jetztige Gewicht stabilisieren, bevor es weiter geht.
Zwischenzeitlich aber ist Vorweihnachtszeit und überall lockt die süsse Versuchung. In meinem Büro steht der Schoko-Adventskalender. Ich bleibe standhaft und verwöhne meine Besucher*innen mit einem Schokostückchen zum Kaffee.
Zwischenzeitlich aber ist Vorweihnachtszeit und überall lockt die süsse Versuchung. In meinem Büro steht der Schoko-Adventskalender. Ich bleibe standhaft und verwöhne meine Besucher*innen mit einem Schokostückchen zum Kaffee.
Dienstag, 12. Dezember 2017
Woche der Weihnachtsfeiern
Nun ist der Mensch ein soziales Wesen und ich natürlich auch. Insofern bin ich in diversen Grüppchen, Gruppierungen, Freundeskreisen und natürlich Teil eines Teams auf der Arbeit. Fast alle haben sich für diese Woche entschieden, um die Jahresendfeier durch zu führen. Jeden Tag sitze ich also diese Woche mit Leuten zusammen, trinke Glühwein, oder esse Kekse und Stollen. An manchen Tagen sogar zweimal. Gestern und Donnerstag zwei Feiern, morgen die ganz große Weihnachtsfeier der HOST, Freitag mit meinem Jahreskreis Wintersonnenwende. Samstag werde ich den ganzen Tag damit verbringen mich auszukurieren und den fehlenden Schlaf nachzuholen. Denn dazwischen will die normale Arbeit natürlich auch noch gemacht werden.
Montag, 4. Dezember 2017
Alltägliche Risiken
Alle reden über Terrorgefahr auf den Weihnachtsmärkten. Über die wirklich häufigen Gefährdungspotentiale, darüber redet kaum einer. Im Moment muss ich dreimal die Woche nach Greifswald. Nun bin ich selbst auch eher eine forsche Fahrerin. Doch überholt werden, wenn man selbst auf der Landstraße mit 110 oder 120 km/h unterwegs ist, heißt im Klartext, der andere ist noch schneller zu schnell. Heute auf dem Hinweg sehe ich die Lichterschlange der entgegen kommenden Autos stehen. Ein Unfall an der Einmündung auf die Bundesstraße. Ich fahre an der Unfallstelle vorbei, sehe die beiden zerbeulten PKWs. Als mir der zweite und dritte Rettungswagen mit Blaulicht und Tatütata entgegen kommt, wird mir doch ganz anders. Auf dem Rückweg kommen mir die Rettungswagen auf dem Weg inns Klinikum Greifswald wieder entgegen. Also fahre ich extrem vorschriftsmässig. Zum Glück. Im Wald laufen mir dann auch noch zwei Hirschkühe fast ins Auto. Als ich an der Unfallstelle vorbei komme, stehen die beiden Unfallautos verlassen an ihrer Einmündung, ein Polizeiauto hält noch Wacht. Wer räumt eigentlich jetzt diese Autos weg?
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