Am 23. Mai steht die Prüfung für den Sportbootführerschein See an. Vor zwei Jahren bin ich ja durch gefallen, letztes Jahr bin ich nicht angetreten, und dieses Jahr will ich bestehen. Vier Prüfungsteile muss ich können. Knotenkunde, Kartenkunde, theoretische Fragen und praktische Fahrprüfung.
Die Stimmen in meinem Umfeld lauten von "Warum tust du dir das an?" bis hin zu "Die fällt doch sowieso wieder durch". Beides nicht sonderlich motivierend.
Heute habe ich meinen Führerschein kopiert, damit habe ich alle notwendigen Unterlagen zusammen, um mich wieder zur Prüfung anzumelden. Warum ich mir das antue, weiß ich ganz genau: gestern war ich wieder auf dem Wasser, erste Fahrstunde nach Oktober. Es geht mir einfach gut damit. Draußen sein, den Wind und das Wasser spüren, dieses Zusammenspiel der Kräfte und ich mittendrin. Jetzt heißt es also üben, üben, üben. Die App zum Theorie-Lernen ist auf dem Handy installiert, die ersten Knoten sind wieder erinnert, zwei Tage Urlaub zur letzten Vorbereitung sind auch genehmigt. Diesmal nehme ich die Prüfung ernst.
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Samstag, 22. April 2017
Donnerstag, 20. April 2017
Casa Di Ba
Posted: 19 Apr 2017 12:02 AM PDT
Herzlich
willkommen in meinem Garten begrüßt uns Uschi. Draußen geht der dicke
Regenschauer runter. 4 º Celsius Außentemperatur. Wir sitzen gemütlich
in Andrea's großem Seminarraum.
Uschi hat eingeladen in ihren Garten zum Trommelnachmittag am
Ostermontag. Woran bei diesem Wetter nicht zu denken ist, und so sind
wir ausgewichen in den Seminarraum. Vor einigen Jahren zugezogen aus
Baden-Württemberg, aus irgendwo zwischen Baden-Baden und Straßburg, hat
sie einige ihrer alten Freundinnen zu Besuch. Sie haben ihre Trommellehrerin Gerda
überredet an die Ostsee zu fahren, und Meer und Sonne zu genießen. Was
an diesem konkreten Wochenende nicht so wirklich umsetzbar ist. Dafür
ist das Alternativ-Programm um so schöner. Wir, die neuen Freundinnen,
sind eingeladen, gemeinsam einem Trommelkonzert zu zu hören, und dann
auch selbst zu trommeln. Und so tanzen und trommeln wir an diesem
eiskalten Ostermontag afrikanische Rhythmen, essen gemeinsam Kuchen,
trinken Kaffee. Werden miteinander vertraut, alte und neue Freundinnen
mischen sich, tauschen sich aus, reden miteinander. Es wärmt mein Herz,
meinen Körper, meine Seele. 
Sonntag, 19. März 2017
Rheinland im Regen
Wenn ich früher mit meinen Kindern zu meinen Eltern ins Rheinland gefahren bin, habe ich immer erzählt, im Rheinland regnet es dauernd. Zwar weiß ich genau, dass die echte Statistik anders aussieht. Doch die gefühlte Statistik sagt: Rheinland = Regen. Bevor ich gestartet bin, habe ich bei Wetter.de geschaut: 1000 % Regenwahrscheinlichkeit. Also sind wir in Wuppertal Schwebebahn im Regen gefahren, haben die Tiger im Zoo im Regen gesehen. Sind im strömenden Regen durch das Villenviertel mit dem Märchenbrunnen gestromert. In Köln Besuch im Dom, einkaufen und zum Italiener, alles im Regen. Opladen besichtigen, Aufenthalt im Naturgut Ophoven mit Kochen über den Tellerrand: Regen, Regen, Regen. Und was soll ich sagen: als ich starte, regnet es in Leverkusen nicht. Dafür regnet es kräftig in Stralsund, als ich ankomme.
Donnerstag, 29. Dezember 2016
Wilde Wellen
Spaziergang in Zingst an der Ostsee. Die Sonne scheint, der Wind kachelt aus Nordwest. 5-6 Beaufort, in Böen 7-8 Bft. Da merke ich doch wieder was 5 Beaufort, eine frische Brise, in der Realität bedeuten. Mässige Wellen, überall Schaumkämme sind die Anzeichen auf See. An Land bewegen sich größere Äste und Bäume, der Wind wird deutlich hörbar. Umgesetzt auf den Strand heißt das, der Sand wird aufgewirbelt, peitscht ins Gesicht.
Spazieren gehen gegen den Wind ist ziemlich unangenehm und anstrengend. Also lassen wir uns in Windrichtung am Strand entlang treiben und gehen über den Deich, im Schatten des Küstenschutzwaldes, zurück.
Ostsee ist Windgezeitenmeer. Der normale Ebbe-Flut-Unterschied sind knappe 30 cm, eher weniger. Und dann kommt der Wind, und weht mit 5 Bft tagelang aus Nordwest. Und schwupp verschwindet der Strand unter hohen Wellen. An der Seebrücke türmen sich die Wellen zwei Meter hoch.
Diese Naturkräfte zu erleben, zu spüren, zu genießen. Welch ein Glück, hier zu leben. Und noch mehr Glück, liebe Menschen zu haben, mit denen ich das teilen kann.
Spazieren gehen gegen den Wind ist ziemlich unangenehm und anstrengend. Also lassen wir uns in Windrichtung am Strand entlang treiben und gehen über den Deich, im Schatten des Küstenschutzwaldes, zurück.
Ostsee ist Windgezeitenmeer. Der normale Ebbe-Flut-Unterschied sind knappe 30 cm, eher weniger. Und dann kommt der Wind, und weht mit 5 Bft tagelang aus Nordwest. Und schwupp verschwindet der Strand unter hohen Wellen. An der Seebrücke türmen sich die Wellen zwei Meter hoch.
Diese Naturkräfte zu erleben, zu spüren, zu genießen. Welch ein Glück, hier zu leben. Und noch mehr Glück, liebe Menschen zu haben, mit denen ich das teilen kann.
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