Mittwoch, 4. Januar 2017
Upgrade
Das Konzil meiner Hochschule hat heute beschlossen, dass wir nicht mehr Fachhochschule heißen, sondern nur noch Hochschule. Damit klarer wird, dass wir sowas wie eine Uni sind. Das wirklich Schöne daran: alle Werbematerialien inkl. der Website müssen überarbeitet werden. Und damit steigen die Chancen, dass wir ein paar schöne Bilder von toughen, fröhlichen MINT-Studentinnen auf die Studiengangsflyer und den Internet-Auftritt kriegen.
Donnerstag, 29. Dezember 2016
Wilde Wellen
Spaziergang in Zingst an der Ostsee. Die Sonne scheint, der Wind kachelt aus Nordwest. 5-6 Beaufort, in Böen 7-8 Bft. Da merke ich doch wieder was 5 Beaufort, eine frische Brise, in der Realität bedeuten. Mässige Wellen, überall Schaumkämme sind die Anzeichen auf See. An Land bewegen sich größere Äste und Bäume, der Wind wird deutlich hörbar. Umgesetzt auf den Strand heißt das, der Sand wird aufgewirbelt, peitscht ins Gesicht.
Spazieren gehen gegen den Wind ist ziemlich unangenehm und anstrengend. Also lassen wir uns in Windrichtung am Strand entlang treiben und gehen über den Deich, im Schatten des Küstenschutzwaldes, zurück.
Ostsee ist Windgezeitenmeer. Der normale Ebbe-Flut-Unterschied sind knappe 30 cm, eher weniger. Und dann kommt der Wind, und weht mit 5 Bft tagelang aus Nordwest. Und schwupp verschwindet der Strand unter hohen Wellen. An der Seebrücke türmen sich die Wellen zwei Meter hoch.
Diese Naturkräfte zu erleben, zu spüren, zu genießen. Welch ein Glück, hier zu leben. Und noch mehr Glück, liebe Menschen zu haben, mit denen ich das teilen kann.
Spazieren gehen gegen den Wind ist ziemlich unangenehm und anstrengend. Also lassen wir uns in Windrichtung am Strand entlang treiben und gehen über den Deich, im Schatten des Küstenschutzwaldes, zurück.
Ostsee ist Windgezeitenmeer. Der normale Ebbe-Flut-Unterschied sind knappe 30 cm, eher weniger. Und dann kommt der Wind, und weht mit 5 Bft tagelang aus Nordwest. Und schwupp verschwindet der Strand unter hohen Wellen. An der Seebrücke türmen sich die Wellen zwei Meter hoch.
Diese Naturkräfte zu erleben, zu spüren, zu genießen. Welch ein Glück, hier zu leben. Und noch mehr Glück, liebe Menschen zu haben, mit denen ich das teilen kann.
Uludag
Hin und zurück sind wir mit Türkish Airlines geflogen. Jorinde hat ja schon über den Koch erzählt. Wie gesagt, die Nudeln waren super! Mein Essensfavorit ist aber die Rinderköfte. Zart, saftig, wie frisch gebraten.
In Istanbul ist jeweils Umsteigen angesagt. Auf dem Rückflug geht die Sonne gerade auf, während wir in der Abflughalle warten. Der Flughafenbus fährt uns zu unserem Airbus. Da sehe ich, dass alle Flugzeuge Namen haben. und nicht irgendwelche. Göbeklitepe, Hattusa. Da schlägt mein Archäologinnen-Herz gleich höher. Unser Luftschiff heißt Uludag. Und wie eine Arche bringt es uns nicht zum Uludag, dem Berg Ararat, sondern nach Hause, nach Deutschland zurück.
In Istanbul ist jeweils Umsteigen angesagt. Auf dem Rückflug geht die Sonne gerade auf, während wir in der Abflughalle warten. Der Flughafenbus fährt uns zu unserem Airbus. Da sehe ich, dass alle Flugzeuge Namen haben. und nicht irgendwelche. Göbeklitepe, Hattusa. Da schlägt mein Archäologinnen-Herz gleich höher. Unser Luftschiff heißt Uludag. Und wie eine Arche bringt es uns nicht zum Uludag, dem Berg Ararat, sondern nach Hause, nach Deutschland zurück.
Fynbos
Meine Kinder haben es über die Jahre gelernt: Botanische Gärten und Parks der jeweiligen Städte und Orte gehören zum Standard-Programm. Burgen, Kirchen, Klöster - geschenkt. Kennst du eine, kennst du alle. Menschenwerk. Kann man sich angucken, muss man aber nicht. Das sieht bei Botanischen Gärten und Parks ganz anders aus. Gestaltete Natur. Sie zeigen die Vielfalt der Erde auf kleinstem Raum. Sonntags abends sind Konzerte im National Botanical Garden Kirstenbosch. Wenn die Kinder also schon dahin müssen, dann mit Musikke. Es spielen die Parlotones, DIE südafrikanische Pop-Band. Die Mädchen machen Picknick, ich wandere mit offenen Augen durch den Garten. Offiziell gehört Kirstenbosch nicht zum Weltnaturerbe Table Mountain National Park. De facto sammelt der Park die einheimischen Pflanzen der Capensis, des Cape Floren-Reiches, und reicht in den höheren Regionen an den Flanken des Osthangs des Tafelberg in den Nationalpark hinein. Die Welt ist botanisch in sechs Florenreiche eingeteilt. Wir wohnen in der Holarktis, von Alaska bis Himalaja. Von Sibirien bis Sahara. Ich sage mal Bäume, Bäume, Bäume. Von Zwergweiden in Sibirien über Nadelbäume zu laubwerfenden und immergrünen Laubbäumen in der Mittelmeerregion. Capensis ist das klitzekleinste Florenreich. Nur die weitere Region um Kapstadt. Fertig. Nicht wirklich Bäume, dafür jede Menge Fynbos. Sieht ziemlich struppig aus, Sträucher, Stauden, dazwischen immer wieder nackter Boden. Je nach Bodenbeschaffenheit, Hanglage, Wasserverfügbarkeit immer anders zusammen gesetzt. In Kirstenbosch sind viele Formen angepflanzt, dargestellt. Auf der Safari habe ich schon Fynbos-Sorten gesehen, Blumen fotografiert. Der Straßenrand hat Fynbos. Die Berghänge, die wir von der Unterkunft und vom Auto aus sehen können: Fynbos, wo das Auge Natur erblickt. Strohblumen, Freesien, Gladiolen, Geranien, Pelargonien, sie alle kommen von hier, aus der Capensis. Hier gibt es mehr Erika-Arten als auf dem ganzen Rest der Welt. Kein Wunder also, das ich völlig ausflippe. Alles was ich in Europa angepflanzt, eingeführt kenne, wächst hier so rum.
Wer kennt Ida Bohattas Blumenkinder? Oder die Flower Fairies von Cicely Mary Barker? Im Buchladen in Stellenbosch habe ich das Buch "Fynbos Fairies" von Antjie Krog und Fiona Moodie gefunden. Liebevolle Gedichte zu Fynbos. Farbenmächtige Bilder verwunschener Fynbos-Pflanzen und Tiere mit ihren Feen. Das macht mein Erleben rund.

Wer kennt Ida Bohattas Blumenkinder? Oder die Flower Fairies von Cicely Mary Barker? Im Buchladen in Stellenbosch habe ich das Buch "Fynbos Fairies" von Antjie Krog und Fiona Moodie gefunden. Liebevolle Gedichte zu Fynbos. Farbenmächtige Bilder verwunschener Fynbos-Pflanzen und Tiere mit ihren Feen. Das macht mein Erleben rund.

Ich will nur noch nach Hause 13.12.16
Heute Nacht war ich mit
Kind 1 wieder im Krankenhaus. Jedes Mal Cash, sonst wirst du nicht behandelt.
Ich bin total groggy vom Nachts wach sein und ums Kind kümmern, dazu der
Linksverkehr und die Hitze. Morgen geht es zum Glück zurück.
Lieblingsküche
Spontan bin ich bereit, die südafrikanische Küche zu meiner Lieblingsküche zu erklären. Was ganz nüchtern daran liegt, das es nicht wirklich die ultimative einheimische Küche gibt, sondern Einflüsse aller Nationalitäten, die hier leben, zusammen gemixt werden. Ich habe köstlichen Beef-Thai-Salad gegessen, eine grandiose Pizza mit Ruccola und Advocado, frisch gefangenen und frisch gegrillten Yellow fish. Selbst in der kleinsten Strandbar ist das Essen köstlich. Mein persönliches Mitbringsel für mich ist ein funkelfrisch erschienenes Kochbuch "The Classic South African Cookbook" von Melinda Roodt.
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| Fried Zuccinis, Potato Wedges, Tacos mit Guacamole |
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| Und schönes Geschirr hat es auch :) |
Geburt - Wunder der Natur
Wir biegen um die Ecke, und siehe da, das Vliestebest, das Gnu,
hat gerade geboren. Das Kälbchen liegt auf der Erde, noch feucht eingehüllt in
seine Eihaut. Die Mutter fängt gerade an, es trocken zu lecken. Wir beobachten,
wie es binnen 10 Minuten nach drei Versuchen wackelig auf seinen Beinen steht.
Es stakst der Mutter hinter her zur Herde, wo die anderen Tiere es
beschnuppern, seinen Duft aufnehmen. Alle zusammen verschwinden dann langsam
hinter den Bäumen.
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